Die Seance des 14. Januars war aussergewöhnlich. Nicht nur zeigten sich bekannte Phänomene auffällig verstärkt, es konnten ausserdem neue beobachtet werden und schlussendlich war von dem jenseitigen Wissenschaftlerteam ein historisches Ereignis angekündigt worden, etwas, das seit den 50ern nicht mehr in Deutschland einer Gruppe von Interessierten demonstriert wurde.
Da das in Rotlicht geschehen sollte, war die Zirkelleitug angewiesen während einem Zeitraum das zwischen den auseinander gehaltenen Vorhangteilen sitzende Medium zu fotografieren.
Da der Expositions-Zeitraum im Rotlicht zu gering erschien, um allen Sitzern einen befriedigeneden Blick auf das Geschehniss werfen zu lassen, sollte das Foto zur Beweissicherung dienen.
Abgebildet ist das anonymisierte Testfoto, geschossen ca, 10 Sekunden bevor, laut Hans Bender, im Rotlicht eine vollmaterialisierte Hand in einem Ektoplasmastrom sichtbar gemacht werden sollte. Ich übergebe das Wort jetzt an den Zeugen und seinen Report.
ZEUGEN REPORT DR. J.B., Lawyer, 44 Der Seance Raum mit Kabinett war mit 14 Sittern besetzt, die dicht an dicht saßen.
Nach Instruktionen und Gebet versetzte sich das Medium in Trance und kurz darauf meldete sich "Hans Bender".
Es dauerte allerdings einige zeit, bis die ersten bewirkungen wahrnehmbar wurden. Offenbar hingen diese mit dem geräuschpegel zusammen. Bender erklärte dies später damit, dass die chemiker die energie aus den geräuschen nutzten.
Dem tape wird jedenfalls zu entnehmen sein, was wie oft und wie lange gesungen und gesagt wurde, und wie sich die trompete quasi per Om-mantra zur levitation bewegen ließ. Daher darf ich vielleicht gleich zu den phänomenen kommen:
Es begann mit einem kurzen klang des windspiels, das auch später noch 2 oder 3mal zu hören war.
Gefolgt wurde dies durch das geräusch einer die decke und dann auch wände berührenden hand, ähnlich einem klopfen, klatschen, dann krabbeln, vornehmlich auf der vom kabinett aus gesehen linken seite, wo jochen dann auch kommentierte, dass die "krabbelnden" handgeräusche unmittelbar an der wand hinter ihm und über ihm zu orten seien.
Nach einigen instruktionen von bender erschienen dann amorphe, fellartige gebilde über der plaque, die man als noch dunklerer schemen sogar in der allgemeinen dunkelheit ausmachen konnte. diese gebilde wurden von jochen treffend als gremlin-artig bezeichnet, größe: ca. basketball, mit ausformungen, entweder wie ein „püschel“ aus dem „kopf“ des gebildes oder einer spitz zulaufenden „klaue“ gleich, jedenfalls eigenartig fellig.
Später erschien 2mal eine komplette, authentisch ausgeformte erwachsenenhand auf der plaque. Laut kommentar bender war dies das ergebnis der metamorphose des gremlin-gebildes, das sich also zu etwas in der realen welt bekanntem „verdichtet“ hatte.
Während dieser phase wurden einzelne sitter auch berührt, so zu meiner linken simone, und gegenüber steffi und jochen, dem „etwas“ mehrfach das bein hochkrabbelte und kurz auf seinem schoß verharrte. Ich wurde zweimal sehr kurz berührt, einmal am linken arm, einmal am linken knie, wie das wallende gewand einer person, die langsam an einem vorbeigeht – nicht unangenehm, fast kitzelig, jedenfalls ohne jeden gruselfaktor.
Die trompete kam zweimal zur levitation, dies jeweils mehrere minuten, beim ersten mal mit einer klopfattacke auf die decke, beim zweiten mal „schaute“ sie einzelne sitter, in deren augenhöhe sie verharrte, an, und kam dabei mir und erst recht meiner nebensitzerin simone sehr nahe – ihr so nahe, dass ich überzeugt war, dass sie sie berührt haben muss, was simone aber später verneinte.
Simone erwähnte mehrmals, dass sie eine unglaublich hohe energie im raum fühlen könne.
Es folgte – nach mehreren erfolgreichen testläufen, bei denen das medium im rotlicht fotografiert wurde (die sitter rechts und links des kabinetts zogen jeweils den vorhang beiseite) – das ultimative experiment, bei dem wie zuvor alle von 10 auf null zählten, bei 5 das rotlicht angeschaltet und etwa bei 2 geknipst wurde.
Das Testphoto. Wenige Sekunden später exponierte das Medium angeblich EktoplasmaDas von bender physisch kontrollierte medium riss nun bei 3 die vorhänge zur seite, etwa 2 sekunden lang, und jochen knipste.
Die dem kabinett gegenüber sitzenden sitter sahen eine krawattenartige weiße substanz aus dem mund des mediums (das eher im sitz hing als saß und den kopf wie in erschöpfung auf die brust hängen ließ), über den oberkörper bis auf den oberschenkel reichen. Ich selbst erhaschte einen ganz kurzen blick, sah ebenfalls etwas weißes, dachte aber zunächst an das „schwitzhandtuch“ oder eine helle lichtspur – doch für mich war der moment einfach zu kurz – ich musste mich zuerst „recken“ - und die sicht zudem teilverdeckt, so dass ich kein tauglicher augenzeuge bin. Nur soviel: "da war etwas am medium".
Jochen beschrieb das bild seiner nebensitzerin nochmal auf dem display, bevor es auf die speicherkarte geschrieben wurde und verschwand. Das bild schien gelungen, bildete also die zuvor beschriebene situation, die die dem kabinett gegenüber sitzenden sitter geschildert haben, ab.
Im darstellungsmodus war auf demselben foto jedoch – außer dunkelheit - nichts mehr zu sehen.
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